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Tinnitus

Was ist ein Tinnitus?

In Deutschlad erkranken ca. 340.000 Menschen pro Jahr an einem Tinnitus. Etwa 23 % aller Deutschen haben bereits Ohrgeräusche erlebt. Unter einem chronischen Tinnitus leiden etwa. 20 % der Deutschen. Besonders betroffen von den Symptomen eines Tinntius sind Personen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Wir geben Ihnen hier ein paar Infos zu Tinnitus, den Ursachen, Symptomen und zur Behandlung.

Das Wort Tinnitus ist der medizinische Fachbegriff für Ohrgeräusche. Die Ohrgeräusche werden nur vom Betroffenen selbst wahrgenommen. Bei diesen Geräuschen handelt es sich nämlich um Töne, die im Kopf entstehen.

So können Mitmenschen oft nicht nachvollziehen, wie schlimm ein Tinnitus oder Ohrgeräusche sein können. Ein Tinnitus kann beidseitig oder einseitig stattfinden.

 


 

Ohrgeräusche = Tinnitus?

Einen Tinnitus beschreibt man am Besten mit dem Wort Ohrgeräusche. Meistens treten diese Geräusche als Klingeln, Summen, Rauschen, Knacken oder Pfeifen auf. Die Ohrgeräusche können dabei konstant oder rhythmisch auftreten.
Neben einer Hörminderung oder einer gestörten Hörwahrnehmung können auch noch weitere Begleiterscheinungen hinzukommen. Oft sind Schlafprobleme, Nackenverspannungen, Kopfschmerzen oder auch Konzentrationsprobleme weitere Symptome.

 


 

Akuter oder chronischer Tinnitus

Der akute Tinnitus ist ein sehr störendes und unangenehmes Ohrgeräusch, welches plötzlich aufkommt und sich dann bis zu 3 Monate lang hält. Ein chronischer Tinnitus hingegen hält länger als drei Monate an und ist daher dauerhaft wahrzunehmen. Der akute Tinnitus kann oft mit der richtigen Behandlung schnell in den Griff bekommen werden und es kommt zu einer extremen Besserung der Symptome oder einer kompletten Heilung. Je länger die Ohrgeräusche jedoch bestehen bleiben, desto größer ist die Gefahr an einem chronischen Tinnitus zu erkranken.

 


 

Ursachen für einen Tinnitus

Bis heute sind die Ursachen für einen Tinnitus nicht ganz geklärt. Eine der meist vertretenden Möglichkeiten ist die Einwirkung von Tönen oder Medikamenten auf den Hörnerv. Bei gesunden Ohren kann es aber auch zu sogenannten Spontanaktivitäten kommen, wodurch die Nervenfasern kurz mit elektrischen Impulsen versehen werden. Weiterhin kann der Tinnitus aber auch direkt im Gehirn entstehen.

Wenn der Tinnitus nicht durch eine Reizung des Hörnerves oder durch eine Spontanaktivität ausgelöst wird, dann spricht man von einem zentralen Tinnitus. Ein zentraler Tinnitus ist eine fehlerhafte Übermittlung von Informationen, die zwischen den Haarzellen im Ohr und dem Gehirn zustande kommt.

Als Hauptursache für einen Tinnitus wird immer noch Stress angesehen. Stress kann eine Vielzahl von Problemen und Reaktionen im Körper auslösen. Wenn der Körper unter Stress steht, schüttet er das körpereigene Hormon Cortisol aus. Cortisol sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße verengen was dazu führt, dass die Durchblutung gestört wird. Da im Ohr besonders kleine Blutgefäße sind, die sogenannten Kapillaren, sind diese besonders anfällig für Durchblutungsstörungen. Dadurch wird das Innenohr nicht zu genüge durchblutet, was Ohrgeräusche und einen Tinnitus auslösen kann.

 


 

Tinnitus Behandlung

Die Behandlung von Tinnitus kann, je nachdem welche Ursachen dafür verantwortlich sind, auf sehr verschiedene Arten erfolgen. Die gängigsten Behandlungsarten sind akustische Stimulation, medikamentöse Behandlungen oder verhaltenstherapeutische Ansätze. Weiterhin sind die magnetische oder elektrische Gehirnstimulation oder auch eine Physiotherapie oft vorkommende Tinnitus-Behandlungen.

Handelt es sich um einen akuten Tinnitus wird die Behandlung durch Magnesium, Vitamin-E, Kortison oder intravenösen Lokalanästhetika (Procain) und durchblutungsfördernde Wirkstoffe durchgeführt.

 


 

Helfen Hörgeräte bei einem Tinnitus?

Geht man nach Statistiken, haben mehr als 50 % der Patienten mit einem Tinnitus gleichzeitig auch einen Hörsturz oder leiden unter einem Hörverlust.

Bei diesen Patienten helfen Hörgeräte dabei, die Lebensqualität enorm zu steigern. Gerade bei einem Hörsturz oder Hörverlust sorgen Hörgeräte dafür, Geräusche und Stimmen von außen wieder wahrzunehmen und sich so nicht aus dem Leben zurückziehen zu müssen.

Es gibt auch Hörgeräte mit sogenannten Tinnitus Noiser. Dabei handelt es sich um spezielle Hörgeräte, die das von einem Tinnitus ausgehenden Störgeräusch mit einer speziellen Frequenz überblenden.

Nach kurzer Einwanderungsphase werden dann das Störgeräusch sowie die vom Hörgerät erzeugte Tonfrequenz vom Gehirn nicht mehr wahrgenommen. Dadurch wird der Tinnitus ausgeblendet.

Tinnitus-Noiser sorgen also quasi für eine Ablenkung. So ersetzen zum Beispiel positive, beruhigende Töne aus dem Hörgerät die negativen Töne die durch den Tinnitus hervorgerufen werden.

Der Träger des Hörgerätes kann dabei aus einer Vielzahl von angenehmen Geräuschen auswählen.

Das Geräusch, welches vom Noiser ausgegeben wird ist leiser als das vom Tinnitus erzeugte Geräusch. Das Gehirn lernt dadurch wieder, sich auf Geräusche von außen zu konzentrieren.

Damit fixiert es sich weniger auf die Ohrgeräusche. Mit der Zeit lernt das Gehirn dann, die Tinnitus-Ohrgeräusche auszublenden.